Sonntag, 21. Dezember 2025

Herrenjahre?

Für eiliges Lesen / management summary

  • Für den Bürger-Workshop vom 17.12.2025 zum "Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept" / ISEK Burscheid 2030 hatte ich das Einsetzen von themenbezogenen Arbeitsgruppen von interessierten Bürger*innen erwartet, ggf. auch in die Umsetzungsphase hinein reichend (unten 1).
  • Besonders erinnernswürdig sind die Erfahrungen aus der Bürgerinformationsveranstaltung zum Vorgängerprogramm "IEHK Burscheid 2025" am 13.5.2019. Dort hatten Bürger*innen Alterativen zur Planung der Plattform / der Rampe an der Hauptstraßenbrücke eingebracht (unten 2).
  • Es empfiehlt sich, aus den Erfahrungen von Nachbarstädten zu lernen und die Bürger*innen stärker, nachvollziehbarer und dauerhafter in den Prozess der Stadtentwicklung einzubeziehen. Nach vielen Lehrjahren - und reichlich Lehrgeld - ist die Bürger-motivierende Aussicht auf Herren- (und Damen-) Jahre angemessen und gut verantwortbar (unten 3). 

 

Meine Sicht der aktuellen Bürgerveranstaltung findet sich im Detail in meinem Post vorher = "Lehrjahre" bzw. https://uliswahlblog.blogspot.com/2025/12/der-prozess-oder-tina-vs-taa.html. Und nun: Warum ich hoffe, dass wir zur Stadtentwicklung endlich mehr Demokratie wagen könnten. Und davon als Stadt profitieren würden:

Herrenjahre?

Die Zeit ist in dieser Stadt offenbar noch nicht reif. Für eine emanzipierende, nämlich Teile des Planungsprozesses vertrauensvoll delegierende Beteiligung Burscheider Bürgerinnen und Bürger. Wenn, dann stecken wir selbst im 21. Jahrhundert noch mitten in den Lehrjahren. Jedenfalls lokal.

Meine Einschätzung des Bürger-Workshops am 17.12.2025: Sehr paternalistisch wie bereits der bisherige Entwicklungsprozess, eine monologische – oder betont "monoperspektivische" – erste Hälfte der Veranstaltung. Selbst Nachfragen zu den einleitenden Vorträgen sind ausdrücklich unerwünscht – und nota bene ist nicht einmal ein Saal-Mikrofon verfügbar. Distanziertes Experten- und Führungswissen erhält hier einen klaren Vorzug vor der etwaigen Sachkunde der Bürgerinnen und Bürger, vor dem Ortswissen oder der konkreten Betroffenheit. Keine Ermutigung oder auch nur Gelegenheit zur Selbsorganisation. Kurz gefasst: Die Bürger*innen werden keine Sekunde von der Leine gelassen, Luft- und Planungshoheit verbleiben vollständig bei der Kommune / den Planern / der Moderation.

1. VOR DEM 17. DEZEMBER

Nach dem Wortlaut der ankündigenden Pressemitteilung unserer Stadt hatte ich angenommen: Burscheid wolle für das ISEK eine Werkstatt mit thematischen Arbeitsgruppen der Bürger*innen organisieren; man wolle über die bisherige Strategie weitgehend zugelöteter und als Tischvorlage präsentierter Konzepte hinauskommen, für entscheidend mehr Wohlwollen und Initiative vor Ort. Diese Erwartung hatte ich vor dem Workshop an die Verantwortlichen adressiert:

"Sehr geehrte …,

vermutlich denken wir hinsichtlich eines Akzeptanz bildenden ISEK-Prozesses in eine sehr ähnliche Richtung. 

(1) Arbeitsgruppen

Die Bürgerbeteiligung sollte thematisch konkretisiert und insbesondere nachhaltend angelegt werden, also auch noch in die Realisierungsphase wirksam sein. Meine Anregung wäre, im Rahmen des Workshops Bürger-Arbeitsgruppen zu formieren, etwa zu diesen Themenbereichen

(1) Verkehr / Wirtschaft / ÖPNV / Barrierefreiheit
(2) Umwelt / Klima / klimafähige Bauweise
(3) Stadtbild / Stadtgeschichte / Stadtmarketing & PR
(4) Weiterer Prozess der Beteiligung & Stadt-Entfaltung 

Ich selber würde mich insbesondere für die o.g. AG (3) melden, würde dabei auch auf die Zusage des früheren BM Caplan anlässlich der Landes-Heimatpreis-Verleihung 2021 zurückkommen: Im Bereich der Kirchenkurve sichtbar an das (in den 50er Jahren abgerissene) Gründungshaus der Musicalischen Academie zu Burscheid von 1812 erinnern. Daneben gibt hier es weitere markante Punkte, an denen wir sehr konkret und lehrreich essenzielle Schritte der Burscheider Stadtentwicklung durchdeklinieren oder - wie es auch im IEHK heißt - wirksam inszenieren können, nicht zuletzt für unser Stadt-Marketing.

(2) Künftige Funktionalität von Markt & Kirchenkurve

Die Rolle und Zukunft insbesondere des derzeitigen Markts und der Kirchenkurve ist verlässlich m.E. nur im Verhältnis zu funktionsähnlichen Flächen der Innenstadt zu planen. Hier wäre die mögliche Konkurrenz zum im Zusammenhang mit dem Montanus-Quartier geplanten öffentlichen Platz zu klären, in zweiter Linie auch zu dem (kleineren) neu gestalteten Fläche an der Hauptstraße Höhe Kreissparkasse. Es wäre angenehm, wenn die Kommune dazu sprachfähig wäre.

(3) Erträge der bisherigen Bürgerbeteiligung

Möglicherweise kann hierzu ASS etwas beisteuern: Vor dem Ratsbeschluss v. 14.12.2016 zum IEHK - das ja auf seinen Seiten 127, 136ff und 184 bereits detailliert und mit konkretem Zeitplan die Altstadt als zentrales Planungsgebiet umfasste - hatte die Kommune bereits zwei Dialogveranstaltungen angeboten, und zwar am 30.6. und am 2.11.2016. Es wäre hilfreich, wenn der damalige Input der Bürgerinnen und Bürger hier ebenfalls fruchtbar gemacht werden könnte.

Mit freundlichem Gruß aus Kuckenberg
K. U. Voss
Dr. jur. Karl Ulrich Voss, Kuckenberg 34, 51399 Burscheid"

 

 2. WEIT VORHER: Zeitreise zurück ins Jahr 2019
Als die Bürgerschaft nachfragt, laut nachdenkt und am Ende Kosten spart

Burscheider Bürgerinformationsveranstaltung, 
ggf. am 13.5.2019, im top-down-Modus

Zweieinhalb Jahre nach dem IEHK-Ratsbeschluss vom 14.12.2016 laden Stadt & Planer für den 13.5.2016 zur ersten und gleichzeitig letzten Bürgerveranstaltung zum IEHK in der Umsetzungsphase. Zwar wird der Leiter des Projektentwicklers ASS später in einer Sitzung unseres Stadtentwicklungsausschusses / StEA am 13.6.2023 auf Nachfrage einen weiteren Dialog für den folgenden Herbst 2023 ankündigen; der Bergische Volksbote berichtet dann auch in diesem Sinne. Aber daraus ist dann nichts mehr geworden. Selbst die Planungen und der jeweilige Sachstand für das erklärtermaßen gewichtigste aller IEHK-Vorhaben, die „Neue Mitte Montanusstraße“, und der einschlägige Bebauungsplan / Flächennutzungsplan werden nicht mit den Bürger*innen debattiert. Die Bürger*innen bekommen in einem förmlichen Anhörungs-Verfahren lediglich Gelegenheit zur Einsicht der fertigen, sehr breiten und herausfordernd komplexen Unterlagen – ohne jeden Dotmetsch für Normalsterbliche.

Die so solitäre Bürgerveranstaltung vom 13.5.2019 hat’s dann aber auch in sich: 

Heuer geht es eigentlich nur um begrenzte IEHK-Inhalte im Gesamtvolumen von < 10% des gesamten Konzepts: Nämlich (1) die Gestaltung des damals noch so genannten „Innenstadtparks West“, heute offiziell wieder „Alter Friedhof“, (2) um das geplante Ensemble aus Skywalk und Hauptstraßen-Rampe und um (3) das Fassadenprogramm; letzteres sollte insbesondere zum Aufwerten der Fronten und zum Rückbau der „aufgerissenen Ladenfronten“ möglichst auf historische Fenstermaße anreizen. 

Nach einer sehr voluminösen ASS-Präsentation gebrauchsfertiger Planungen, ebenso „Tischvorlage“ wie gerade wieder im Workshop vom 17.12.2025, melden sich mehrere Bürger*innen. Sie schlagen überraschend eine Alternative vor: Keine übersteile Rampe bzw. keine unpraktische Sackgasse an dieser Stelle. Sondern eine vitale „Spange“: Diese könnte ausgehend von der Dammstraße einen deutlich größeren Teil der unteren und mittleren Hauptstraße – zentraler Bezugspunkt des Sanierungskonzepts – mitbeatmen. Da aber platzt einem Architekten in der hinteren Reihe sehr, sehr hörbar der Kragen: Wenn hier die Planungen von Experten aus denn dazu berufenen Gremien in Frage gestellt würden – dann sei das doch eine (wörtlich) „Unverschämtheit!“

Stille. Mit der sprichwörtlichen Nadel, die man fallen hören könnte. Widerspruch? Niemand von denen, die hier zu einem Dialog und Diskurs eingeladen hatten, widerspricht. Nicht die Vertreter von Verwaltung und Rat, nicht die Projektentwickler. Hat ihnen der robuste Ordnungsruf aus der Seele gesprochen? Damit verstummt die Debatte unmittelbar. Der kecke Vorstoß der Bürger*innen zu Skywalk & Rampe hat m.W. auch nirgendwo in Informationen der Kommune Niederschlag gefunden, wurde höchstwahrscheinlich nicht mal zu den Akten genommen. Gone by the wind

Eine Unter-Seite von www.burscheid.de sollte vor geraumer Zeit „Ergebnisse der Bürgerveranstaltungen“ darstellen; das an altväterlichen Frontalunterricht erinnernde Bild oben war der appetizer genau dieser Seite. Sie ist leider schon lange nicht mehr verfügbar. Andererseits: Die Bürger*innen hätten unter dem damaligen Link https://www.burscheid.de/bauen-wohnen/burscheid-2025-iehk/ergebnisse-buergerveranstaltungen ohnehin nur die damaligen Präsentationen der Projektentwickler einsehen können, niemals eine Darstellung auch nur des allerkleinsten Bürger-Inputs aus der Phase des IEHK. Vielleicht war es Programm: Offizieller Input gleich einzig möglicher Output. Wer nochmal nachschauen möchte, wie es 2019 aus der Planer-Perspektive aussehen sollte: Ich halte diese Vision als Zeitzeugnis weiter gespeichert = https://vo2s.de_bu_2019-05-13_praes_buergerinfo.pdf, kostet nur etwas download-Zeit und dann einigen Lese-Fleiß. Und zum 13.5.2019 hatte ich damals auch gleich einen ausführlichen Post geschrieben = https://uliswahlblog.blogspot.com/2019/05/burscheid-spange-statt-skywalk-und-rampe.html.

Der Treppenwitz der Stadtentwicklungs-Geschichte folgt auf dem Fuße:

Der Bund der Steuerzahler gibt jährlich ein Schwarzbuch heraus. Zu besonders fragwürdigen, bizarren bzw. bereits gestrandeten lokalen Entwicklungsmaßnahmen. Und zu den entsprechend frustrierten Investitionen von uns Steuerzahler*innen. Seit ungezählten Auflagen gibt es im Schwarzbuch ein nach Art des groundhog day sehr verlässlich wiederholtes kommunales Phänomen, eine Art running gag des Städtebaus: Die Aussichtspunkte ohne Aussicht. Denn die "Stadtväter im Verschönerungsrausch", wie es der BdS gerne beschreibt, die gibt es offenbar immer und überall. Der 50. Band des Schwarzbuchs - die besonders beworbene Jubiläumsausgabe - kann i.J. 2022 dann auch den Burscheider Skyview samt steiler Zuwegung aufgreifen = https://www.steuerzahler.de/fileadmin/user_upload/Schwarzb%C3%BCcher/Das_Schwarzbuch_2022.pdf (dort S. 123 = Folie 125 der pdf).

Die Kommune denkt sich in ihrer Stellungnahme gegenüber dem BdS dann etwas Besonderes aus: Der Bund der Steuerzahler habe ja völlig das immense touristische Interesse übersehen! Jetzt wird's gleichwohl schwierig: Denn der ADFC, die am besten legitimierte Interessenvertretung der Hauptzielgruppe „Radtouristen“, der hatte den unbeirrten Planern bereits vorab fachlich abgewinkt und klar von Skyview & Rampe abgeraten: Am Radler*innen-Bedarf vorbeigeplant, in der Auslegung dysfunktional. Drum muss die Verwaltung nun etwas gekünstelt mit einem besonderen touristischen Interesse der Burscheider Hauptstraße argumentieren. Aber angesichts der typischen Nutzung der Balkantrasse – signifikant gehäuft an Wochenenden oder in den Abendstunden, außerhalb der Öffnung von Geschäften – blieb auch das eine substanzlose Verteidigung, nicht wahr? Eine, an der man fühlen konnte.

Der Abschluss der Posse: Der Skyview wurde nie gebaut, wird auch nie gebaut werden. Die Planer haben ihn – dieses Muster wird sich dann bei der Sanierung der Altstadt im größeren Maßstab wiederholen – zunächst zurückgestellt und sodann endgültig aus dem Programm gestrichen; siehe in der Folge auch den BdS-Bericht auf youtube unter https://www.youtube.com/watch?v=8Q640ovGtyg. Tatsächlich hatten die Planer auch die Kosten viel zu gering eingeschätzt; mit Plattform wäre Burscheid für dieses eher schmale Projekt an die volle Mio.€ herangekommen. Für ein, wie die Planer sich gelobt hatten, besonderes städtebauliches Herausstellungsmerkmal. Die Kommune ließ dann völlig geräuschlos von dem Plan ab. 

Unter dem Strich: Lautes bürgerliches Nachdenken kann, auch es wenn gar nicht erwartet und nachgefragt wird, manchmal heilsam sein. Allerdings werden hier auch mindestens 100 bis 200 T€ völlig nutzlos verbrannt worden sein – für Planung und für die klobigen Skyview-Fundamente. Any lessons (to be) learnt? Irgend jemand, der sich je zu einer Verantwortung bekennen wird? Bei Wahlen etwa? I bewahre!

 

3. N A C H  DEM 17. DEZEMBER: "Da geht sicher noch was!"

Der Workshop vom 17.12.2025 erinnert in einigen kennzeichnnenden Merkmalen an die legendäre Bürgerveranstaltung vom 13.5.2019: Technik der "Tischvorlage", Unnmut über offene Nachfragen, letztlich auch gegenüber einer Selbstorganisation der Bürger*innen. Drum wage ich Ende 2025 einen weiteren Versuch, moderne Formen der Bürger-Mitwirkung ins Spiel zu bringen. So, wie sie bundesweit und gerade auch in unserer Nachbarschaft breit erprobt sind. Notfalls außerhalb des IEHK- und ISEK-Prozesses, zur ersten Erprobung und angstfreien Gewöhnung im kleineren Maßstab. Und schreibe folglich an die Stadt:

"Sehr geehrte …,

nach dem gestrigen Bürger-Workshop denke ich: Tatsächlich teilen die Kommune und ich eine größere Zahl von sachlichen Punkten - allerdings eindeutig nicht hinsichtlich des Prozesses, möglicherweise auch nicht hinsichtlich einer kritischen Evaluation des Ablaufs seit 2016, gerade für die untere Hauptstraße. 

Eine Folgerung für mich wäre dann: Sowohl für die Umsetzung des IEHK als auch für das Entwickeln eines ISEK hat eine intensiv von Bürger*innen organisierte und mitgestaltete Partizipation - etwa nach dem Vorbild von Bürgerräten, Bürgergutachten oder Planungszellen - offenbar keine realistischen Chancen. Das ist schade, aber vernünftigerweise hinzunehmen. 

Allerdings möchte ich doch anregen, dass sich die mit Planung & Entwicklung befassten Kolleg*innen bzw. die korrespondierenden Ratsmitglieder für ein künftiges, dann vielleicht kleiner dimensioniertes Entwicklungsvorhaben mit den Erfahrungen unserer kommunalen Nachbarn vertraut machen, sich ggf. auch einmal durch das einschlägige Forschungsinstitut für Partizipation der Bergischen Universität Wuppertal über die dort akkumulierten Erfahrungen beraten zu lassen. Es gibt inzwischen auch eine äußerst hilfreiche Datenbank, die niedrigschwellig und höchst transparent über aktuelle und bereits erfolgreich abgeschlossene Verfahren dieser Art informiert, siehe für NRW unter https://www.datenbank-buergerraete.info/initiatives/NRW. Diese Datenbank weist z.B. auch wertvolle Erfahrungen in Wuppertal oder Solingen nach - und auch dort bestünde sicherlich die nachbarliche bzw. kollegiale Bereitschaft, bisherige Lehren bzw. Folgerungen mit Ihnen zu teilen.

Nun mag es sein, dass sich die Stadt Burscheid insofern bereits eingehend ins Bild hat setzen lassen - aber aus wohl erwogenen und leicht nachvollziehbaren Gründen dann genau davon Abstand nehmen will oder muss. Dann hielte ich es allerdings für fair und redlich, auch diese Erkenntnisse bzw. Einschätzungen gegenüber den Bürger*innen transparent zu machen, ihnen also als Teil der politischen Kommunikation und Willensbildung auch die prozeduralen Alternativen mit pro's & con's vorzustellen. 

Meinen Eindruck von dem m.E. in Teilen materiell durchaus weiterführenden Workshop werde ich in einem Post auf dem u.g. Blog darstellen; ich hoffe und gehe davon aus, dass die Beteiligten auch für das weitere Verfahren nützlich sein werden.

Mit freundlichem Gruß aus Kuckenberg
K. U. Voss
Dr. jur. Karl Ulrich Voss, Kuckenberg 34, 51399 Burscheid

P.S.
Insgesamt halte ich es gerne mit Adenauer, wenn er denn sagte: "Niemand kann mich daran hindern, alle Tage klüger zu werden." ;-) "

Beispiele
Beispiele für reale Stadtentwicklungs-Projekte mit deutlich mehr verantwortlicher Bürgerbeteiligung in unserer Nachbarschaft, ermittelt über die oben verlinkte Datenbank des Wuppertaler Forschungsinstituts:

Vorhaben Wuppertal
Studierenden-Gutachten zur Einführung eines neuen Campus-Informations-Systems an der Bergischen Universität Wuppertal
Planungszellen "Kommunikative Räume an der Bergischen Universität Wuppertal"
Planungszellen zum Bau einer Seilbahn
Beirat Bürgerbeteiligung 2026 - 2030
Beirat Bürgerbeteiligung 2018 - 2025

Vorhaben Solingen
Solingen - 2010: Ein Bürgergutachten
Bürgergutachten Bärenloch
Bürgergutachten Stadtteilentwicklungsplanung Merscheid
Bürger-, Mitglieder- und Bewohnerbeteiligung bei der Planung und Realisierung der Genossenschaftssiedlung "Börkhauser Feld" in Solingen
Bürgerbeteiligung Stadtteilentwicklungsplanung Aufderhöhe

Ich hoffe: Die Hoffnung stirbt nicht zuletzt. Und Burscheid kann in Zukunft gerade bei der für alle Bürger*innen schicksalhaften Stadtentwicklung doch mehr Demokratie wagen. Und keine Angst: Die Erträge sind anderenorts sehr gut. Kosten und maximierte Planungssummen kann man durch transparente Prozesse erfahrungsgemäß ebenfalls sparen. 

Möglicherweise – das ist naturgemäß schwer zu ermitteln, aber es liegt hier sehr nahe – wären einige der Sackgassen des bisherigen, teils sehr holprigen und kryptischen Entwicklungsprozesses nie betreten worden, hätten sich Verwaltung und Stadtrat eng untergehakt mit den Bürger*innen auf den Weg gemacht. Und etwas weniger auf den kostbaren Rat von reiselustigen Experten gesetzt. Etwa zum teuren Skyview ohne Aussicht, der dann Burscheid auch noch zum o.g. Eintrag ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler verhalf, zur atemraubenden und eben nicht barrierefreien bzw. nicht regelkonformen Rampe, zu einem Montanus-Quartier ohne belastbaren wirtschaftlichen Bedarfs-Nachweis oder zum dauerhaft schadenstiftenden Hintanstellen bei der Sanierung unseres historischen Kerns - eben der Gegenstand nun eines neuen und möglicherweise heute nicht mehr aussichtsreichen Förderantrags unter dem neuen Namen ISEK. Der gleichwohl weitere und am Ende ggf. frustrierte Consulting-Kosten verursachen wird. Ich bin sicher: Auch im Prozess ist weitere Entwicklung drin.