Mittwoch, 26. Juni 2013

Jetzt oder nie: Wahlschlussverkauf. Wie im alten Rom



Oder mit den alten Römern zu sprechen: Oro vos(s) faciatis. Ich bitte um Eure Wahl; in der klassische Langform natürlich mit nur einem 's.'

"ovf" - das ist ein Kürzel, das z.B. im antiken Pompeji in Hunderten von sog. dipinti / Wandschriften noch aufzufinden ist, in allen möglichen Wahlaufrufen für die kommunale Spitze, teils sogar von Wirtinnen der tabernae bezahlt (ja, auch die Frauen haben mitgemischt - noch ohne eigenes Wahlrecht). 2K Jahre alt! Da gab's eine brummende Demokratie für die lokale Ebene, auch noch im Kaiserreich. Hier ist Näheres zu finden. 

Aber zurück zum Hier und Jetzt. Für die garantiert partei- und lobbyfreie Initiative des Wahlkreises 100 = Rhein-Berg zur Bundestagswahl 2013 wird es nun langsam ernst und eng: Am 15.7.2013 = in etwas mehr als zwei Wochen von heute will das Wahlamt die erforderlichen 200 Unterstützungsunterschriften sehen – und das ist natürlich auch nicht verhandelbar. Es ist Gesetz.

Nun brauche ich aber noch immer einen gehörigen Stapel, wenn’s denn mit der Kandidatur klappen soll. Und nur dann hätte die bisherige Arbeit und Unterstützung nachhaltigen Sinn. Zwar kann und werde ich diesen Blog weiter schreiben. Aber etwa zu den Podiumsdiskussionen mit den „professionellen“ sprich den Partei-gestützten Kandidaten wird eben nur eingeladen, wer auch einen – und sei es noch so bescheidenen – Platz auf dem Wahlzettel zugeteilt bekommen hat. Klar: auch nur dann bestünde ein Interesse der Medien, ein wenig Multiplikator für die Themen wie etwa „gesellschaftliche Debatte zum Aufgabenspektrum der Bundeswehr“ zu spielen.Vielleicht würde dann selbst der WDR, das große alte Schiff, mal positiv auf mein basisdemokratisches Liebeswerben reagieren.

Um doch noch „aan Schmitz’ Backes vorbij“ zu kommen, habe ich mein kleines Wahlprogramm drucken lassen und nebst Vordruck für eine Unterstützungsunterschrift durch das lokale Anzeigenblatt Wochenpost verteilen lassen; es müsste dann am Dienstag oder Mittwoch dieser Woche in allen unverschlossenen Burscheider Briefkästen gelegen haben.



Weiterhin werde ich alle, die mich bei der letzten Kommunalwahl unterstützt hatten und die ich auf meiner Tippeltour noch nicht erreicht habe, konkret um eine erneuerte Unterstützung und Weiterempfehlung bitten.

Ich hoffe doch, das hilft – aber die Hilfe sollte jetzt auch wirklich subito kommen. 

Sonst wird's bei der Wahl an Originalen eher dünne. Wer sollte dann daran Spaß haben? Nicht mal die alten Römer oder Pompeijaner. Die Inschrift oben hätte vor 2K bedeutet: Ich bitte Euch, K. U. Voss zu wählen, zum ersten Vertreter des Wahlkreises (in der klassischen Fassung hätte vor "vir" eine Römische Zwei = II gestanden, denn die Kommunen hatten eine Doppelspitze, die sog. duumviri). Voss ist der Fuchs, der Fuss oder lateinisch-vorbildlich der vulpes. Soviel hat sich doch gar nicht geändert!

Allen, die mir schon ihr Vertrauen ausgesprochen und mich weiter bestärkt haben, meinen demokratisch-herzlichen Dank!

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