Dienstag, 24. März 2009

Wahlergebnisse und Mitgliederzahlen

Wie hatte Burscheid i.J. 2004 gewählt? Ich weiß es kaum noch. Aber zum Glück gibt es eine Dokumentation durch die KDVZ / Kommunale Datenverarbeitungszentrale Hellweg-Sauerland, die richtig Spaß machen kann. Hier finden Sie komfortabel angezeigt die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl ebenso wie die der Wahl zum Rat. Anm.: Hinter den Symbolen auf der linken Bildschirmseite verbergen sich Verteilungsdiagramme, die Wahlstatistik und das nach lokalen Wahlkreisen differenzierte Ergebnis, jeweils auch noch nach Größen umgruppierbar = wirklich bürgerfreundlich gestaltet.

Kurz zusammengefasst: Bei einer Wahlbeteiligung von ca. 51% hatte der jetzt amtierende Bürgermeister Hans Dieter Kahrl für die CDU 52% geholt, sein Gegenkandidat Wolfgang Brost (SPD) 36% und Rudolf/Rolf Mebus für die FDP 12%. Die Stimmenanteile für den Rat waren CDU = 40%, SPD = 27%, FDP = 11%, UWG = 12% und Grüne = 10%, Wahlbeteiligung wie beim Bürgermeister.

Interessant ist, wie die jeweiligen Gruppierungen Mitgliederzahlen in Stimmenanteile umsetzen. Ich gehe zur Vereinfachung davon aus, dass die im Januar 2008 vom Bergischen Volksboten abgefragten Mitgliederwerte im Großen und Ganzen noch mit der Situation im Jahre 2004 übereinstimmen, jedenfalls in den Proportionen. Danach kommen auf die CDU 167 Mitglieder (37% der Gesamtzahl der Parteimitglieder i.H.v. 446), auf den i.J. 2004 noch in die CDU eingeschriebenen BfB 42 (9%), auf die SPD 170 (38%), auf die UWG 30 (7%), auf die FDP 26 (6%) und auf die Grünen ganze 11 Mitglieder (3%). Daraus ergibt sich: Die großen Parteien können aus ihrer Mitgliederzahl bei Wahlen nicht ganz so viel machen – und die zahlenschwachen Grünen fahren mit ihrer Mitglieder-Diät erstaunlich gut. Wie müsste das erst bei einer Ein-Mann-Partei sein!

Und noch eines folgt fast zwangsläufig aus diesen Zahlen: Es gibt 446 in Parteien Organisierte - und etwa 14.000 Burscheider/innen, die das gerade nicht sind. Wenn nun alle in Parteien verbundenen Bürger/innen solche Kandidaten mit einem Partei-Hintergrund wählen und alle anderen Bürger/innen den einzigen Kandidaten ohne eine solche Verknüpfung – also mich – dann folgt ein an Klarheit nicht zu überbietendes Resultat: Die Parteibewerber kommen (zusammen) auf 3,5%, die Alternative (K. U. Voss) erzielt 96,5%. Okay – war jetzt nur ein Scherz. Aber das Potenzial ist unbestreitbar riesig!

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